Paulus vor Damaskus : autobiografische notizen auf dem hintergrund hellenistisch-römischer selbstdarstellung

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University of Pretoria

Abstract

Im Corpus Paulinum finden sich mehrere Passagen, in denen der Apostel Paulus Aussagen über die Zeit aus seinem Leben vor seiner Christusoffenbarung auf der Straße nach Damaskus trifft: Röm 1,1; 11,1; 1 Kor 15,9; 2 Kor 11,22; Gal 1,13- 15; Phil 3,5-6; 1 Tim 1,13; 2 Tim 1,3. Nach einer ausführlichen Auswertung und Darstellung darüber, wie diese Texte im Verhältnis zu zeitgenössischen Texten in der Paulusforschung bisher analysiert wurden, folgen eigene Untersuchungen dazu: Hierfür wurden intensiver als bisher die Vita des Josephus und die Res gestae divi Augusti analysiert. Ferner wurden Philos Legatio ad Gaium und, erstmals in der Paulusforschung, die nur fragmentarisch erhaltenen Schriften der Autobiographie des Augustus sowie die Autobiographie des Nikolaos von Damaskus untersucht. Schließlich wurden alle Schriften mit Plutarchs Moraltraktat De se ipsum citra invidiam laudando verglichen, worin Plutarch ausführt, wie man sich selbst loben kann, ohne Anstoß zu erregen. Als Ergebnis konnte gezeigt werden, dass Paulus in seiner apologetischen Selbstdarstellung weitgehend den rhetorischen Konventionen seiner Zeit folgt, aber manchmal auch drastisch von ihnen abweicht. Letztlich weiß Paulus, dass er nur Gott gegenüber verantwortlich ist und will daher allein ihm gefallen. Außerdem konnte gezeigt werden, dass einige der Stilmittel des Paulus im zeitgenössischen Umfeld früher vorhanden sind, als sie in der bisherigen Paulusforschung erkannt wurden.

Description

Thesis (PhD (New Testaments Studies))--University of Pretoria, 2024.

Keywords

UCTD, Paulus, Rhetorik, Autobiografie, Polemik, Ethos, Apologetik, Augustus, Josephus, Philo, Plutarch, Nikolaos

Sustainable Development Goals

None

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